Balmaseda

Ein wirklich besuchenswerter Ort liegt auf dem Weg Richtung Burgos: das Städtchen Balmaseda wurde Ende des 11. Jahrhunderts gegründet, da sich hier die Handelswege zwischen den Königreichen Navarra und Kastilien kreuzten mit dem bedeutsamen Jakobsweg – oder einem Arm davon, so genau weiss das niemand. Bedeutsam ferner die Lage am Rio Cadagua, den hier schon früh eine Brücke überquerte, was die Lage noch bedeutender machte.

Häuserzeile am Rio Cadagua

Die Altstadt ist heute eine Mischung aus mittelalterlichem Bestand, klassichen und modernen Bauten, die jedoch erstaunlich friedlich koexistieren.

Die Brücke

Bedeutendstes mittelalterliches Relikt und heute berühmteste Sehenswürdigkeit von Balmaseda ist die Brücke über den Cadagua: bewehrt mit einem Stadttor war sie einst sowohl VErbindung der Ufer als auch Teil der Befestigungen.

Steht hier seit Jahrhunderten, spielt aber immer noch eine Rolle im täglichen Leben

Der Wohlstand des Städtchens beruhte nicht zuletzt auch auf der Existenz der Brücke: hier wurde nicht nur der H:andelsverkehr auf den Weg von und nach Balmaseda kanalisiert, sondern auch die Zölle erhoben.

Von Verteidigung und Zollerhebung zeugt noch das massive Brückentor

Die „Moschee“ von Balmaseda

Die „Moschee“ ist eigentlich das Rathaus, erbaut im Mudejar-Stil, einer maurischen Reminiszenz in der post-islamischen Baukunst.

Die Wucht des Baus wird etwas gemildert durch die tief gestaffelten Arkaden im Untergeschoss

Die riesige Fläche des Untergeschosses mit den tief gestaffelten Arkaden bildet in der Hitze des Sommers einen idealen Zufluchtsort für die Bürger und ihre Veranstaltungen.

Hier läßt sich der Sommerhitze gut entfliehen

Für Freunde christlicher Feste sind die Festlichkeiten der Karwoche in Balmaseda hervorzuheben. Heute wichtiger ist der Concurso Internacional de Putxeras, ein Kochwettbewerb auf den traditionellen Eisenbahn-Öfen, von denen eine speziella Abart auch nach dem Ort Balmaseda benannt ist. Da das Fest aber erst im Oktober stattfindet, bleibt uns einstweilen nur die kleine Konditorei Kaku in den Arkaden des Platzes um die Kirche San Severino… aber die verdient eine klare Empfehlung!

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