Sommières – das Retz des Languedoc

Gut, der Vergleich hinkt auf mehr als einem Bein: Sommières an der Grenze der Departments Gard und Herault ist ein verwinkeltes mittelalterliches Städtchen, das damals weitaus größer war als Retz, es liegt an einem Hügel mit Donjon und Château obenauf und verfügt über eine im urpsung römische Brücke – alles Dinge, die Retz nicht zu bieten vermag. Die Landschaft dagegen, sanfte Weinberge, bewaldete Abhänge, tiefe Flusstäler, dazwischen fruchtbares Ackerland, das hat mich dazu inspiriert. Aber… vergessen wir das wieder! Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich, schon gar kein guter.

Die meisten Gassen sind zu schmal für Autos, wie sowieso die gesamte Altstadt sehr verkehrsberuhigt ist. Man ist angenehm mit sich selbst beschäftigt und lauert nicht hauptberuflich auf Touristen. Nut an den beiden Hauptachsen Rue Marx Dormoy und Rue Antonin Paris, die sich auf der Place Jean Jaurés treffen, merkt man, dass sich hier doch sommers Geschäfte mit Reisenden und Sommerfrischlern machen lassen. Das ganze bleibt aber stets unaufdringlich und angenehm im Hintergrund.

Dafür amtiert gleich vor dem Tor zur Altstadt, auf der Place de la République, der Chocolatier William Courtin in eigener Manufaktur. Hier kann man etwas erlesene Wegzehrung für den Stadtbummel erwerben.

Das Château ist eigentlich eine Burg, zum Teil noch erhalten, die man allerdings nur zwichen Juli und September besichtigen kann – nicht zu unserer Reisezeit:

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2 Gedanken zu “Sommières – das Retz des Languedoc”